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Slide-Diskussion: Optionen

Wenn man Optionen darstellen möchte, muss man sie in ihren Ausprägungen erfassen. Idealerweise beschreibt man die Option, liefert aber auch noch eine Bewertung mit. Durch ein Scoring kann man qualitative Bewertungen quantifizieren. Mit den “Optionen” kann man mehrere Optionen nach Kriterien bewerten und zeigen, welche die geeignete ist.

Nach Dan Roam ist das Slide eine Antwort auf eine “Warum”-Frage. Je nach Anzahl der gewählten Optionen und Kriterien schwankt es zwischen vereinfachend und komplex. In der reinen Lehre ist es natürlich ein qualitatives Slide, wegen der angesprochenen Quantifizierung zählen wir es trotzdem als quantitativ. Es zeigt eine Vision und in der Regel einen Vergleich zwischen zwei oder mehr Optionen im Ist-Zustand.

In der Storyline ist es typischerweise im Solution-Teil angesiedelt, ggf. auch in der Complikation.

Das Scoring ist – wie bereits oben kurz umrissen, eine gute Methode, um von qualitativen Aussagen zu quantitativen Bewertungen zu kommen und eine Konsequenz – in diesem Fall sie Auswahl einer Option, zu begründen.

In der Darstellung sieht man, dass man Optionen und Kriterien auch vertauschen kann, dann kann man ggf. mit dem Platz spielen. Grundsätzlich hat man bei der Beschreibung der Bewertung (“Kommentar”) grundsätzlich zu wenig Platz.

Man sieht im Vergleich, dass die Variante der Harvey-Balls (bzw. Halb-Monde, wie man im Deutschen vielleicht sagen würde) viel besser abzulesen ist, als die Darstellung mit Pfeilen. Dan Roam schreibt in seinem Blog, dass Harvey Poppel die Harvey-Balls bei der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton in den 70er Jahren erfunden hat, um große Tabellen schneller lesbar zu machen. Gut hat er das gemacht! Ich habe die Halbmonde aus Powerpoint-Formen erstellt und gruppiert. Es gibt auch kostenlose Fonts, mit denen man Harvey Balls ganz einfach “schreiben” kann, was ich aber nicht empfehle, weil das das Font-Weitergabe-Problem mit sich bringt.

Zuletzt habe ich noch eine Version mit Sternen beigefügt, wenn man auf die beschreibenden Kommentare ganz verzichten möchte.

Slide-Diskussion: Ebenen

Heute möchte ich eines der einfachsten inhaltlichen Powerpoint-Templates vorstellen, das es gibt: Das Ebenen-Bild.

Nach Dan Roam würde wird man es als Antwort auf eine “Wo”-Frage, je nach Inhalt lässt sich sicherlich auch ein “Wer/Was” darstellen. Die Darstellung ist eher vereinfachend (bei mehr als 5 Ebenen kann es auch durchaus als “komplex” durchgehen, aber da ist die Darstellung schon hart an der Grenze…). Es ist eine qualitative Darstellung, die eine Vision präsentiert. Es wird ein Individuum dargestellt, kein Vergleich. Grundsätzlich wird der Ist-Zustand gezeigt. Abwandlungen (Slides 2-…) zeigen, dass man durch Hinzufügen kleiner Vorgehenspfeile aus der Vision-Ausprägung auch eine Execution produzieren kann, bzw. wie man eine Veränderung durch Animation oder Hervorhebung umsetzen kann.

In der Storyline findet sich dieses Slide häufig in der Situation, weniger in der Complication, oft auch in der Solution oder beim Concept.

Es ist ein beschreibendes Slide, nicht unbedingt ein bewertendes. Und es ist ganz praktisch, weil es mehr als nur jeweils einen Bullet-Point aufnimmt, es gibt Platz, um jeweils einen Satz oder noch 2-3 Unterpunkte zu formulieren. Wichtig ist aber, dass die Argumente tatsächlich auf Ebenen liegen, nicht nur nebeneinanderstehende Aspekte oder Prozess-Schritte sind. Wenn man trotzdem eine Leserichtung oder einen Entwicklungsfluss mit angeben möchte, kann man die Schritte in der Variante “Execution” mit kleinen Pfeilchen wählen.

Ähnliche Slides:

Die Pyramide, wobei bei der die Hierarchie noch stärker ausgeprägt ist und weniger Platz für erläuternde Texte vorhanden ist.

Die Aspekte, bei denen die Argumente nebeneinander auf einer Ebene stehen.