Eines der Beispiele in Dan Roams Buch ist das Venn-Diagramm. Es besteht aus sich überschneidenden Kreisen, die Gebiete oder Mengen verdeutlichen.

Das Venn-Diagramm ist die Antwort auf eine “Wo”-Frage. Die Darstellung ist vereinfachend, es ist eine qualitative Darstellung. Hier wird eine Vision dargestellt. Grundsätzlich wird ein Individuum dargestellt, einen Vergleich kann man anstellen, indem man das Objekt, das man beschreibt, als Objekt in die Kreise einordnet. In der Regel wird auch ein Ist-Zustand gezeigt – eine Veränderung kann man durch Vektoren zwischen den eingeordneten Objekten darstellen.

In der Storyline findet sich das Venn-Diagramm in der Situation oder Complication, ggf. auch in der Solution.

Das Venn-Diagramm ist benannt nach dem englischen Mathematiker John Venn.

Es ist wunderbar geeignet, um Objekte einzuordnen bzw. zu kategorisieren. Es sind zwei bis fünf Kreise möglich, mehr werden unleserlich. In Office 2007 ist das Venn-Diagramm als Smartart verfügbar.

Bei der grafischen Gestaltung sollte man beachten, dass ein Venn-Diagramm mit 3D-Effekten nicht mehr nach einem Mengenkreis ausschaut. Besonders bei vier Kreisen, bei denen die Überlappung dunkler ist als die jeweilige Kreisfläche, bilden sich in den Schnittflächen geometrische Figuren, die an Flugzeug-Propeller oder Kirchenfenster erinnern. Das sind unerwünschte Assoziationen – sie sollte man unbedingt vermeiden!

Ein kleiner Negativpunkt ergibt sich aus der negativen Assoziation, die viele Menschen mit der Mengenlehre aus traumatischen Grundschul-Erinnerungen verbinden.