Präsentations-Slides sollten zwei Überschriften haben. Eine, um die Aussage des Slides zu formulieren, eine zweite um anzugeben, was im Slide dargestellt wird.
Am einfachsten und griffigsten sind immer die Beispiele mit Balkendiagrammen: Drei Balken von links nach rechts, 200 TEUR, 180 TEUR und 160 TEUR, irgendwo schreibt man “Umsatz der Region Nord” dazu und jedem wird klar, dass völlig unklar ist, was das Slide aussagen soll.
- “Die Region Nord verliert zum zweiten Mal in Folge signifikant Umsatz”
- “Unsere Konkurrenten haben uns jedes Jahr 20 TEUR Umsatz abgenommen.”
- “Die Geschäftsführung des Norden hat es nicht geschafft, den Umsatz zu stabilisieren.”
- “Wir müssen nur noch sieben Jahre warten, dann hat sich das Problem mit den Umsätzen im Norden von selbst erledigt…”
Man sieht: Jede der vier Aussagen lässt sich durch die Grafik belegen (na gut, die letzte vielleicht nicht), es kommt wesentlich auf die Aussage an. Der Leser/Zuseher einer Präsentation soll nicht denken müssen, er will überzeugt werden. Dazu darf man beruhigt die entsprechende Aussage oben drüber schreiben.
Oben genanntes Raster funktioniert aber auch für Slides, die nicht nur aus lustigen interpretierungswürdigen Säulen bestehen:
Auch in diesem Bild kann man den Zweck eines Action-Titles sehen: Unten werden die Zustände der Teilprojekte aufgeführt, aus denen sich auf einer höheren Aggregationsebene die Konsequenz für den Projektstatus ergibt.
Abschließend möchte ich Harald Hungenberg aus seinem Buch “Problemlösung und Kommunikation” (S. 108) zitieren:
Zum besseren Verständnis trägt bei, wenn [...] die Kernaussage und der Inhalt des Schaubildes gesondert verdeutlicht werden. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, das, was dargestellt wird [...], und das, was ausgesagt werden soll [...], in Form von Kopfzeilen auf dem Schaubild wiederzugeben. Man spricht in diesem Fall von einem sogenannten “Action-Title” (Hauptaussage des Schaubilds) bzw. “Sub-Title” (im Schaubild dargestellter Inhalt). Der Empfänger hat so die Möglichkeit, ohne großen Aufwand den Inhalt [...] zu erfassen und er wird auf den Zweck [...] vorbereitet. Zudem gibt es dem Vortragenden den Vorteil, dass auch er sich nur mit einem kurzen Blick erneut die Kernaussage des Schaubilds ins Gedächtnis rufen kann. Die Summe aller Action-Title einer Präsentation ergeben den eigentlichen roten Faden [...].













